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Behandlung von Kindern und Jugendlichen

Die Analytische und Tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Die Analytische und Tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie sind Therapieverfahren auf der Grundlage der Psychoanalyse. Sie gehen davon aus, dass seelisch bedingte Erkrankungen auf einen ungelösten bewussten oder unbewussten seelischen Konflikt hinweisen. Veränderungen des bisherigen Gleichgewichts einer Familie durch Krankheit, Wohnortwechsel, Trennung und Verlust oder Neuzusammensetzung der Familie sind für die betroffenen Kinder Ereignisse, die zu ihrer Verarbeitung Zeit brauchen und seelische Konflikte entstehen lassen können. Nicht immer sind es die äußeren Konflikte, sondern auch unvermeidlich anstehende psychische Entwicklungsschritte wie Trotzalter, Eintritt in Kindergarten und Schule, Pubertät, Eintritt ins Erwachsenenalter, die als schwer bewältigbare Entwicklungsaufgaben erlebt werden.

In seelischen und psychosomatischen Störungen zeigen sich Bewältigungsstrategien, die sich destruktiv auswirken – nach innen wie nach außen. Symptome als Zeichen von ungelösten Konflikten können nicht einfach „wegtherapiert“ werden, aber sie können überflüssig werden, wenn sie in ihrer Funktion als Protest und als Hilferuf verstanden und die zugrundeliegenden Konflikte erkannt und bearbeitet worden sind.

Eine Therapie gelingt umso mehr, als sich im Verlauf der Behandlung zwischen Kind oder Jugendlichen, dem/r Therapeutin und den Eltern eine vertrauensvolle Beziehung entwickeln kann. Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen nutzen in der Behandlungssituation ihre Wahrnehmung und ihr Verständnis für Beziehungen und deren Störungen. Hierbei ist die verbale Kommunikation wichtig, aber nicht ausschließlich notwendig. Freies Spiel, Zeichnungen und das Verhalten eröffnen dem/r Therapeutin die innere und äußere Welt des Kindes.
Durch die Anwendung von psychoanalytischen Behandlungstechniken kann die Therapeutin bei der Verarbeitung der inneren Konflikte helfen. So kann ein Entwicklungsrückstand nachholend bearbeitet und Heilung ermöglicht werden.

Regelmäßige Gespräche mit Eltern und/oder anderen Bezugspersonen sind wichtig für den Erfolg der Therapie. Eine Kinder- oder Jugendlichenpsychotherapie ist eine Krankenbehandlung, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen auf Antrag übernommen wird, von den Beihilfestellen und privaten Krankenversicherungen je nach Versicherungsvertrag entsprechend anteilig. Die Kostenübernahme erfolgt bei Antragstellung vor Vollendung des 21. Lebensjahres. Begonnene Behandlungen können auch darüber hinaus zu Ende geführt werden.

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