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Steuer-Infos für die Ausbildungszeit

Im Folgenden haben wir Ihnen einige wichtige Informationen rund um das Thema "Steuern" in der Ausbildungszeit zusammengestellt. Klicken Sie bitte auf die blauen Balken, um Antworten auf die Fragen angezeigt zu bekommen.

Müssen PiA eine Steuererklärung einreichen?

Personen, deren Einkommen den Grundfreibetrag nicht übersteigt, unterliegen nicht der grundsätzlichen Pflicht, eine Steuererklärung abzugeben. Im Jahr 2019 beträgt der Grundfreibetrag 9.168 Euro. ArbeitnehmerInnen, die ausschließlich Einkommen aus einem Angestelltenverhältnis beziehen, für welches Lohnsteuer abgeführt wird, müssen ebenfalls keine Steuererklärung einreichen. (Es sei denn, sie sind verheiratet und haben die Steuerklassenkombination III und V gewählt).
Das gilt auch, wenn der Gewinn aus zusätzlicher selbstständiger Tätigkeit nicht mehr als 410 Euro beträgt. Empfehlenswert ist die Abgabe einer Steuerklärung dennoch auch für PiAs, da Ausbildungskosten als Werbungskosten steuermindernd berücksichtigt werden.

Ab welchem Einkommen müssen Steuern gezahlt werden?

Auf jeden Betrag oberhalb des Grundfreibetrags (im Jahr 2019 beträgt dieser 9.168 Euro) werden Steuern erhoben.

Welche Einkünfte müssen in der Steuererklärung angegeben werden?

Grundsätzlich müssen alle Einkünfte in der Steuererklärung angegeben werden. Steuerfreie Einkünfte müssen nicht erklärt werden.

Welche Ausbildungskosten können PiA steuerlich absetzen?

Da die Psychotherapieausbildung als Zweitausbildung bzw. Fortbildung gilt, können Ausbildungskosten als Werbungskosten in voller Höhe geltend gemacht werden. Dazu zählen beispielsweise Kosten für Fachliteratur, Seminargebühren, Fahrtkosten, Kosten für Selbsterfahrung/Lehrtherapie, diverse Versicherungen, ggf. Umzugskosten (falls die Ausbildung den Umzug erforderte), Arbeitsmittel (z.B. Laptop), Bewerbungskosten etc.

Was passiert mit den Ausbildungskosten, wenn die Ausbildung nicht beendet wird?

Ob die Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen wird, ist für die Berücksichtigung von Ausbildungskosten unerheblich. Die Kosten können dennoch steuerlich abgesetzt werden.

Können die Ausgaben für Studium u. Psychotherapieausbildung rückwirkend geltend gemacht werden, wenn das Einkommen ausreichend ist?

Steuererklärungen können grundsätzlich innerhalb der Festsetzungsverjährungsfrist eingereicht werden. Diese Frist beträgt in der Regel  vier Jahre nach Ende des jeweiligen Steuerjahres. PsychotherapeutInnen in Ausbildung können grundsätzlich alle mit der Ausbildung verbundenen Kosten als vorweggenommene Werbungskosten geltend machen und diese kumuliert über die Ausbildungsjahre als Verlust vortragen. Dafür ist es notwendig, jedes Jahr eine Steuererklärung abzugeben und auf der ersten Seite des Mantelbogens bei „Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags“ anzukreuzen. Zusätzlich sind alle Ausbildungskosten als Werbungskosten anzuführen und zu belegen. Der vorgetragene Verlust kann dann in den ersten Jahren nach Ausbildungsende die Steuerlast bei gutem Verdienst senken.