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Telematikinfrastruktur und Heilberufsausweis

Telematikinfrastruktur (TI)

Was hat man sich unter der Telematikinfrastruktur (TI) vorzustellen? Es geht darum, zahlreiche Akteure aus dem Gesundheitswesen, wie beispielsweise Psychotherapeuten, Ärzte, Kliniken, Apotheken etc., an Deutschlands größtes elektronisches Gesundheitsnetz anzuschließen und hochsensible Daten auszutauschen. In den kommenden Monaten sollen alle kassenzugelassenen Praxen angebunden werden.
Mit Hilfe der TI sollen alle Akteure des Gesundheitswesens schneller und einfacher miteinander kommunizieren sowie medizinische Daten austauschen können. Die TI bietet künftig verschiedenste Anwendungen wie das Notfalldaten-Management, den Medikationsplan und die Patientenakte in elektronischer Form.
Psychotherapeuten und Ärzte benötigen einen Praxisausweis (SMC-B) zur Registrierung
und Anmeldung. Für die Patienten ist die elektronische Gesundheitskarte (eGK) der persönliche Schlüssel zu ihren medizinischen Daten in der TI.
Zur Anbindung an die TI ist die Ausstattung der Praxen mit der erforderlichen Hard- und Software erforderlich, um zunächst am so genannten Versichertenstammdaten-Management (VSDM) teilnehmen zu können. Dafür hatte der Gesetzgeber eine Frist bis spätestens 31.12.2018 vorgesehen. Mittlerweile ist jedoch im Gespräch, dass diese Frist verschoben werden muss, damit alle Praxen rechtzeitig an die TI angeschlossen werden können.

ACHTUNG! Für alle Fragen rund um die Telematikinfrastruktur wenden Sie sich bitte ausschließlich an die Kassenärztliche Vereinigung. Die wichtigsten Informationen hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) für Sie in einer Infobroschüre zusammengefasst. Sie finden diese Broschüre hier.

Außerdem werden Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz über die aktuellen Entwicklungen zum Thema Telematikinfrastruktur auf dem Laufenden gehalten. Diese Informationen finden Sie hier.

Elektronische Heilberufsausweis (eHBA)

Der Elektronische Heilberufsausweis (eHBA) ist für den Zugang zur TI keine Pflicht, wohl aber für bestimmte spätere Anwendungen der TI.
Der Ausweis wird für die qualifizierte elektronische Signatur (QES) benötigt, zum Beispiel für den eArztbrief, für Laborüberweisungen oder Anforderungen von Telekonsilen. Als Signaturkarte ersetzt der eHBA die bisherigen Papierausweise.
Der eHBA kann zukünftig bei der Landespsychotherapeutenkammer beantragt werden. Aktuell ist die Beantragung des eHBA für Psychotherapeuten bei der Kammer NOCH NICHT möglich. Sobald die Bundespsychotherapeutenkammer die Beantragung frei gibt, informiert die LPK ihre Mitglieder.