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Wer wird in Rheinland-Pfalz wann geimpft?

Infomationen zur Corona-Impfung von Psychologischen Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen

Foto: Pixabay

In der Geschäftsstelle der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz gehen derzeit vermehrt Anrufe von Kammermitgliedern ein, die gerne wissen möchten, welcher Prioritätsstufe der COVID-19-Impfung sie zugeordnet werden. Die Priorisierung des Impfstoffes wird auf Bundesebene durch die Corona-Impfverordnung (CoronaImpfV) des Bundes geregelt, umgesetzt wird sie von den zuständigen Stellen auf Länderebene.

Um gesicherte Aussagen treffen zu können, haben wir uns intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und uns beim zuständigen rheinland-pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie rückversichert. Psychologische Psychotherapeut*innen (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen (KJP) werden nicht aufgrund ihrer Approbation als PP oder KJP einer bestimmten Priorität zugeordnet. Die Einteilung richtet sich wie bei allen Menschen nach verschiedenen anderen Kriterien, so etwa der konkreten beruflichen Tätigkeit und dem Arbeitsumfeld, dem Alter und der eigenen gesundheitlichen Verfassung. So würde beispielsweise ein über 60-jährige Angestellter im öffentlichen Gesundheitsdienst anders eingestuft werden als eine 35-jährige niedergelassene Psychotherapeutin in eigener Praxis. Wie für alle anderen gilt daher für unsere Kammermitglieder die folgende generelle Zuordnung:

Höchste Priorität (§2 CoronaImpfV) gilt für PP und KJP,

  • die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind,
  • die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren im Sinne von § 6 Absatz 1 Satz 1 CoronaImpfV sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,
  • die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

Hohe Priorität (§ 3 CoronaImpfV) gilt für PP und KJP,

  • die das 70. Lebensjahr vollendet haben,
  • bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, z. B. nach Organtransplantation,
  • als  enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen nach § 2 Nummer 1 und nach § 3  Nummer 1 und 2 CoronaImpfV, die von dieser Person oder von ihrem gesetzlichen Vertreter bestimmt wird, oder als enge Kontaktperson von schwangeren Personen, die von dieser Person oder von ihrem gesetzlichen Vertreter bestimmt wird,  
  • die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Personal mit regelmäßigem unmittelbaren  Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren,
  • die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind,
  • die in Obdachlosenunterkünften oder Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern tätig sind.

Erhöhte Priorität (§ 4 CoronaImpfV) gilt für PP und KJP,

  • die das 60. Lebensjahr vollendet haben,
  • bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht: KJP oder PP mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30), mit chronischer Nierenerkrankung, mit chronischer Lebererkrankung, mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, mit Diabetes mellitus, mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertension, mit zerebrovaskulären Erkrankungen oder Apoplex, mit Krebserkrankungen, mit COPD oder Asthma bronchiale, mit Autoimmunerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen,
  • die in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen tätig sind, insbesondere in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei den Streitkräften, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich Technisches Hilfswerk und in der Justiz,
  • die als Erzieher oder Lehrer tätig sind.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an juristischesreferat(at)lpk-rlp.de.


Weitere Informationen zur Corona-Impfung in Rheinland-Pfalz finden Sie hier:

13.01.2021