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Landespsychotherapeutenkammer RLP fordert bessere psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung

Anlässlich des Weltkindertags am 20. September hat die Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz darauf hingewiesen, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland besonderen Krisen ausgesetzt sind: der weiter anhaltenden Corona-Pandemie, der beginnenden Energiekrise in Folge des Ukraine-Kriegs sowie der sich weiter zuspitzenden Klimakrise. Diese Krisen belasten Kinder und Jugendliche und deren Familien. Insbesondere bei bereits psychisch vorbelasteten Kindern und Jugendlichen sowie solchen, die unter schwierigen familiären und finanziellen Bedingungen aufwachsen, können diese Krisen zu einer erheblichen psychischen Belastung beitragen. Wir sehen jetzt schon eine Zunahme von psychischer Belastungen und psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter.

Die Politik ist hier gefordert, für eine bessere psychotherapeutische und kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung für Kinder und Jugendliche und ihre Familien zu sorgen. Die derzeitigen Wartezeiten sind unzumutbar. Wir fordern den Ausbau von Präventionsmaßnahmen, damit es gar nicht erst zu psychischen Erkrankungen kommt. In den Schulen braucht es gezielte Förderinstrumente für Kinder mit schwächeren schulischen Leistungen sowie den deutlichen Ausbau der Schulsozialarbeit und der Schulpsychologie. Niedrigschwellige psychosoziale Angebote in besonders belasteten Wohngebieten sowie Angebote der Jugendhilfe müssen intensiviert werden.

Link:
Eine Stellungnahme der LPK RLP zur Strategie gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen finden Sie HIER.

[Foto: Pixabay/PublicDomainPictures]

19.09.2022
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