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Zu wenig Hilfe für psychisch kranke Flüchtlinge

Neuer Versorgungsbericht der Psychosozialen Zentren

(BPtK-News) Flüchtlinge fragen in Psychosozialen Zentren stärker denn je Beratung und Hilfe nach. Doch die Zentren können den Bedarf bei Weitem nicht decken. Dies zeigt der neue Versorgungsbericht der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF).

2017 konnten die Psychosozialen Zentren bundesweit rund 21.000 Klientinnen und Klienten versorgen. Das sind doppelt so viele wie noch fünf Jahre zuvor. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Flüchtlinge, die Beratung, Behandlung und Hilfe benötigen, verdreifacht. Über 7.000 Flüchtlinge müssen deshalb pro Jahr abgelehnt werden. Die Wartezeiten auf einen Therapieplatz sind auf durchschnittlich 7,3 Monate gestiegen.

Die wenigsten Psychotherapien werden von den gesetzlichen Krankenkassen, den Sozialbehörden oder den Jugendämtern übernommen. Ihr Anteil beträgt zwischen 6 und 8 Prozent.


Den Versorgungsbericht der BAfF zur psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen und Folteropfern in Deutschland finden Sie hier.

04.12.2019