Wartezeiten auf Psychotherapie im Ahrtal weiterhin viel zu lang
Immer noch ist die Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz in Rheinland-Pfalz vielerorts deutlich zu lang. Das trifft besonders auf das Ahrtal zu, wo weiterhin viele Menschen unter den psychischen Folgen der Flutkatastrophe leiden: Die durchschnittliche Wartezeit auf Psychologische Psychotherapie liegt in dieser Region bei eineinhalb bis zwei Jahren, sagte Peter Andreas Staub (Mitglied des Vorstandes der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz und der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz) der Siegener Zeitung. Aber auch außerhalb dieser Region sei die Versorgungslage mehr als angespannt: Landesweit fehlen rund 200 Kassensitze für Psychotherapeut*innen, so Herr Staub.
Der genannte Zeitungsartikel in der Siegener Zeitung thematisiert die Neueröffnung einer Psychotherapiepraxis in der Kleinstadt Kirchen im Landkreis Altenkirchen, die etwas Abhilfe für die Patient*innen im Ahrtal bringen soll. Praxisinhaber ist der Verhaltenstherapeut Tristan Hencke, der ab November seine neue Tätigkeit aufnehmen und dann auch Mitglied der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz sein wird.
Seit der Flutkatastrophe im Juli 2021 setzen sich die Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz und die Kassenärztliche Vereinigung RLP für die Schaffung von zusätzlichen Kassensitzen in der Ahrtal-Region ein, um die Versorgung zu verbessern. Es wurden zwar dankenswerterweise zusätzliche Kassensitze geschaffen, weiterhin reichen diese jedoch nicht aus, um die große Zahl der Betroffenen zu versorgen.
Den Artikel "Neue Praxis in Kirchen: Hilfe bei Depressionen, Ängsten und Lebenskrisen" von Daniel Montanus, der am 27.10.2026 in der Siegener Zeitung/Ausgabe Kreis Altenkirchen gedruckt erschien, können zahlende Kunden online hier lesen.







