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Weiterbildungsstätten: Erfahrungsberichte aus der Praxis & Infos zur Antragstellung

Die Umsetzung der neuen Gebietsweiterbildung für Psychotherapeut*innen schreitet in Rheinland-Pfalz gut voran: 22 Psychotherapeut*innen befinden sich hier momentan in Weiterbildung; 27 Institutionen haben sich bereits von der Landespsychotherapeutenkammer als Weiterbildungsstätte offiziell anerkennen lassen – andere überlegen noch, ob sie diesen Schritt gehen sollen und wie die Umsetzung gelingen kann. Wie funktioniert die Antragstellung konkret? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden und was gibt es zu beachten? Um diese Fragen zu klären, lud die Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz (LPK RLP) alle Interessierten zu einer digitalen Informationsveranstaltung am 28. Mai 2026 ein.

LPK-Geschäftsführerin Petra Regelin, die die Veranstaltung moderierte, konnte über 50 Teilnehmer*innen begrüßen. Dr. Andrea Benecke, Vizepräsidentin der LPK RLP und Präsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer, gab den Teilnehmer*innen einen Überblick über den Umsetzungsstand der neuen Gebietsweiterbildung bundesweit und in Rheinland-Pfalz, aus dem hervorging, dass Rheinland-Pfalz in Relation zu seiner Größe schon vergleichsweise gut mit Weiterbildungsstätten ausgestattet ist. Da aber eine Vielzahl von Absolvent*innen Weiterbildungsstellen sucht, ist ein zügiger Ausbau der Weiterbildungsinfrastruktur wünschenswert. Frau Dr. Benecke erläuterte, welche Möglichkeiten Einrichtungen des institutionellen Versorgungsbereichs haben – von der somatischen Rehabilitation, über Einrichtungen der Gemeindepsychiatrie bis zu psychosozialen Fachberatungsstellen – und welche Vorteile die Anerkennung als Weiterbildungsstätte mit sich bringt: Die Stätten leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der psychotherapeutischen Versorgung und deren hoher fachlicher Qualität, was vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen gesundheitspolitischen Debatten und Kürzungen von Bedeutung ist. Wer sich in der Weiterbildung engagiert, sichert sich zudem hochqualifizierten Nachwuchs und hat es leichter, gutes Personal langfristig zu binden – idealerweise profitiert das gesamte Team durch Synergieeffekte. 

Das bestätigten auch die Berichte von zwei bereits anerkannten Weiterbildungsbefugten, die über ihre Erfahrungen als Weiterbildungsstätte für die neue Gebietsweiterbildung referierten. Den Anfang mache Mariya Kushnir von der MEDIAN Rhein Haardt Klinikin Bad Dürkheim, die vor einem halben Jahr in die neue Weiterbildung eingestiegen ist. Ihre Klinik habe früh entschieden, sich in der Weiterbildung zu engagieren, auch um über mehr approbierte Arbeitskräfte zu verfügen. Den Psychotherapeut*innen in Weiterbildung (PTW) bescheinigte Frau Kushnir sehr gute fachliche Kenntnisse in Diagnostik und Therapie. Sie berichtete von vielen Initiativbewerbungen von PTW-Kandidat*innen. Die Antragsstellung bei der Landespsychotherapeutenkammer schilderte sie als komplikationslos und lobte die kurzen Kommunikationswege sowie die gute Kooperation mit den zuständigen Mitarbeiter*innen. 

Auch Selina Reuland, Weiterbildungsbefugte am MEDIAN Reha Zentrum Bernkastel Kues, Klinik Moselhöhe, ermutigte zur Antragstellung. Man solle nicht fürchten, dass der Antrag bei Fehlern einfach abgewiesen werde, sondern man erhalte dann wichtige Hinweise und die Möglichkeit, bei Bedarf nachzuarbeiten. 

Wie genau die Antragstellung abläuft und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, erläuterte der zuständige Geschäftsstellenmitarbeiter Jonas Klose den Teilnehmer*innen und beantwortete häufig gestellte Fragen. Ebenso wie Frau Regelin ermutigte er die Teilnehmer*innen: „Kontaktieren Sie uns einfach, wir möchten gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen und Sie bei der Antragstellung unterstützen!“

  • Weitere Informationen zur neuen Weiterbildung erhalten Sie hier.
  • Die Kontaktdaten und Sprechzeiten des Referats Weiterbildung finden Sie hier.

 

08.06.2026
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