Digitaler Austausch: Ambulante Komplexversorgung schwer psychisch kranker Kinder und Jugendlicher
Vor rund einem Jahr wurde mit der KJ-KSVPsych-Richtlinie die ambulante Komplexversorgung für Kinder und Jugendliche geschaffen, um Betroffene schneller erreichen zu können, Versorgungslücken zu schließen und stationäre Aufenthalte möglichst zu vermeiden. Kernelement dieser koordinierten, multiprofessionellen Versorgung für Kinder und Jugendliche mit komplexem psychischem Behandlungsbedarf sind zentrale Teams, die sich aus jeweils einem ärztlichen und einem psychotherapeutischen Leistungserbringer sowie einer nicht-ärztlichen Koordinationsperson zusammensetzen.
Detaillierte Informationen zur ambulanten Komplexversorgung für Kinder und Jugendliche finden Sie hier:
- Homepage der LPK RLP: https://www.lpk-rlp.de/news/detail/ambulante-komplexbehandlung-fuer-kinder-und-jugendliche-am-1-april-gestartet.html
- Homepage der KV RLP: https://www.kv-rlp.de/praxis/qualitaet/komplexversorgung
- Homepage der KBV: https://www.kbv.de/praxis/tools-und-services/praxisnachrichten/2025/03-20/Vergütung geregelt-Komplexversorgung für schwer psychisch kranke Kinder kann starten
Dass das Interesse an der neuen Versorgungsform groß ist, aber auch noch Informationsbedarf besteht, zeigte kürzlich eine Veranstaltung der Kassenärztliche Vereinigung (KV RLP). Sie hatte dazu dazu eingeladen, sich über die Erfahrungen mit der ambulanten Komplexversorgung in einem Digitalen Dialog zu informieren, an dem auch Peter-Andreas Staub, Mitglied des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung RLP und der Landespsychotherapeutenkammer RLP, sowie Kammerpräsidentin Sabine Maur teilnahmen. Dieses Angebot wurde von den Mitgliedern der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz sehr gut angenommen: Fast 70 Psychotherapeut*innen meldeten sich zu der Veranstaltung an.
Es referierten Dr. Gundolf Berg, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Barbara Schmitt, Leiterin Abteilung Qualitätsmanagement. Thematisiert wurden Ziele und Chancen der Komplexversorgung sowie die Vergütung der entsprechenden Leistungen. Außerdem wurden Zugang und Behandlung im Rahmen der strukturierten Versorgung erläutert und Anforderung an die zentralen Teams und Leistungserbringer vorgestellt. Die Veranstaltungsteilnehmer*innen konnten Fragen zur Teilnahme an der ambulanten Versorgungsform stellen und sich über eigene Erfahrungen mit der Komplexversorgung austauschen.








