Endlich umsetzen: Mehr Therapieplätze für Kinder und Jugendliche
Seit der Corona-Pandemie ist eine Zunahme von Depressionen, Angst- und Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen. Besonders betroffen sind junge Menschen aus sozial schwachen Milieus, die ohnehin häufig unter Armut und mangelnder sozialer Unterstützung leiden. Durchschnittlich ein halbes Jahr müssen hilfesuchende Kinder und Jugendliche auf einen Psychotherapieplatz warten. In dieser Zeit können sich psychische Erkrankungen verschlimmern und chronisch werden, häufig können Betroffene die Schule nicht besuchen. Hier ist also dringend Abhilfe nötig, machte LPK-Präsidentin Sabine Maur im Studiogespräch mit dem SWR deutlich.
Für die Sendung SWR Aktuell RLP am 19. Januar 2026 erläuterte sie die Gründe für die langen Wartezeiten, die vor allem mit der fehlerhaften, veralteten Bedarfsplanung zusammenhängen. Sie erinnerte daran, dass der Koalitionsvertrag der Bundesregierung Abhilfe versprochen hat: „Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung steht, dass wir insbesondere für Kinder und Jugendliche mehr Psychotherapieplätze brauchen. Jetzt hoffen wir, dass die Umsetzung zeitnah erfolgt.“
Um die Zeit bis zum Beginn einer Psychotherapie zu überbrücken, rät sie Betroffenen eine psychotherapeutische Sprechstunde zu besuchen, dort könne immerhin eine erste diagnostische Einschätzung erfolgen und weitere Unterstützungsangebote empfohlen werden, etwa von der Jugendhilfe, der Schulsozialarbeit oder einer Beratungsstelle.
Das Interview mit Sabine Maur wurde in der Sendung SWR Aktuell Rheinland-Pfalz vom 19. Januar 2026 um 19:30 Uhr gesendet. Sie finden es hier (ca. ab Minute 11.20).








