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Fehlende Weiterbildungsplätze verschärfen Versorgungsprobleme

Die Süddeutsche Zeitung (SZ) hat in einem ausführlichen Zeitungsartikel das Problem der fehlenden Weiterbildungsplätze für angehende Fachpsychotherapeut*innen beleuchtet. Die fehlenden Stellen gehen auf eine Finanzierungslücke zurück: Seit der Reform der Psychotherapieausbildung haben die Weiterbildungskandidat*innen zwar ein Recht auf eine angemessene Bezahlung, unklar geblieben ist aber, wer für die Kosten für Theorivermittlung, Supervision und Selbsterfahrung aufkommen soll.

Dr. Andrea Benecke, Vizepräsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz und Präsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer, erläutert im SZ-Artikel den Missstand und verdeutlicht, dass je nach Einrichtung Mehrkosten von 2.900 Euro pro Weiterbildungsstelle im Monat entstehen. Dies führt dazu, dass deutlich zu wenig Einrichtungen solche Weiterbildungsstellen einrichten. Bundesweit existieren nach Angaben der Bundespsychotherapeutenkammer 1.600 genehmigte Weiterbildungsstellen, besetzt seien davon bisher nur 100-300. In Zukunft wird allerdings mit jährlich 2.500 Absolvent*innen gerechnet, die eine Weiterbildungsstelle suchen. Ohne Weiterbildung können sie keinen Abschluss als Fachpsychotherapeut*in und somit keinen Kassensitz erhalten. Sie fehlen also in der psychotherapeutischen Versorgung - und das bei einer ohnehin schon prekären Versorgungssituation mit langen Wartezeiten auf Psychotherapie für Patient*innen.

"Die Situation ist einfach dramatisch für junge Kolleg*innen, die ihr Studium angefangen haben in dem guten Glauben, dass sie anschließend Fachpsychotherapeut*innen werden können", fasst Frau Dr. Benecke die Notlage der Absolvent*innen zusammen. 

Den gesamten Artikel "Warum viele angehende Therapeuten im Jobcenter sitzen" von Merle Hubert, der am 27. April 2026 veröffentlicht wurde, können zahlende Kund*innen der Süddeutschen Zeitung hier lesen.

05.05.2026
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