Gegen Kürzungen in der Psychotherapie: 1.812 Unterschriften an Gesundheitsminister übergeben
Unter dem Motto „Psychische Gesundheit sichern – gegen strukturelle Kürzungen im ambulanten Bereich“ haben sich engagierte Psychotherapeut*innen aus der Region Worms mit einem offenen Brief an den Landtag gewandt. Am vergangen Donnerstag, 17. Juni 2026, konnten sie zudem Gesundheitsminister Clemens Hoch persönlich 1.812 unterschriebene Postkarten überreichen, die den offenen Brief unterstüzen.
Der Brief wird von 107 Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen sowie weiteren Fachpersonen aus Worms und der Region getragen. „Wir stehen heute hier stellvertretend für einen breiten Zusammenschluss von Fachleuten aus der Versorgung. Uns eint die Sorge um unsere Patientinnen und Patienten“, erklärten die Initiatorinnen Mariori Genitsariotis und Dr. Christiane Heimlich, die Mitglied der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz ist, bei der Übergabe.
Gemeinsam warnen sie vor einer Entwicklung, die die Versorgung psychisch erkrankter Menschen nachhaltig zu schwächen droht. Doe Botschaft des Briefes an die Politik ist deutlich: Wer jetzt bei der ambulanten psychischen Gesundheitsversorgung spart, verschärft eine Krise, die vielerorts längst begonnen hat. Die Initiative reagiert auf mehrere Entwicklungen gleichzeitig: die bereits beschlossenen Honorarkürzungen für Psychotherapeut*innen, die weiterhin ungelöste Finanzierung der Weiterbildung sowie die geplante Budgetierung psychotherapeutischer und fachärztlicher Leistungen im Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes.
„Wir erleben jeden Tag Menschen, die monatelang auf Hilfe warten. Viele Praxen arbeiten am Limit, manche können längst keine neuen Patientinnen und Patienten mehr aufnehmen. In einer solchen Situation weitere Kürzungen vorzunehmen, ist aus Versorgungssicht nicht nachvollziehbar“, erklären die Initiatorinnen.
Bei der Übergabe der Postkarten an Minister Hoch zeigte sich, dass das Anliegen der Wormser Initiative auf Landesebene sehr ernst genommen wird. Der Gesundheitsminister machte deutlich, dass er zentrale Forderungen der Initiative unterstützt. Er hat sich wiederholt gegen die Honorarkürzungen für Psychotherapeut*innen ausgesprochen und für eine Reform der psychotherapeutischen Bedarfsplanung ausgesprochen.
Die Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz dankt den Kammermitgliedern und allen anderen Unterstützer*innen der Wormser Initiative für ihr wertvolles Engagement!
Den offenen Brief „Psychische Gesundheit sichern – gegen strukturelle Kürzungen im ambulanten Bereich“ finden Sie hier.









