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Großes Interesse an Info-Veranstaltung zu Honorarkürzungen

Nach den bereits im März beschlossenen Honorarkürzungen ist die psychotherapeutische Versorgung durch die Verabschiedung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (GKV-BStabG) weiter unter Druck geraten: Das neue Gesetz stellt für die Patientenversorgung und die wirtschaftliche Situation der Psychotherapeut*innen einen gravierenden Einschnitt dar. Hoffnung liegt auf dem Entschließungsantrag, in dem erste Korrekturen zum GKV-BStabG vorgesehen sind. Wie kam es zu diesen Beschlüssen und welche Folgen sind schon absehbar? Wie geht der Berufsstand mit diesen großen Herausforderungen am besten um? Um diese und viele weitere Fragen der Kammermitglieder zu beantworten, bot die Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz am 12. August 2026 eine Sonder-Informationsveranstaltung mit dem Titel "GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und Honorarkürzungen – Aktueller Stand und Ausblick" an. Unter den Kammermitgliedern stieß das Angebot auf großes Interesse: Innerhalb kürzester Zeit hatten sich rund 500 Teilnehmer*innen angemeldet.

Dr. Andrea Benecke, Präsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und Vizepräsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz (LPK RLP) und Peter Andreas Staub, Vorstandsmitglied der LPK RLP und der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP), erläuterten den Weg zu den Neuregelungen und die zu erwartenden Konsequenzen. Ulrich Bestle, Vorstandsmitglied der LPK RLP, moderierte die Veranstaltung.

Deutlich wurde dabei, dass sowohl die Landes- und die Bundespsychotherapeutenkammer in Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden als auch die Kassenärztliche Vereinigung sich in zahlreichen politischen Gesprächen auf allen Ebenen intensiv dafür eingesetzt haben, zunächst die Gesetzesentwürfe entscheidend abzumildern und schließlich die Folgen der neuen gesetzlichen Regelungen für Psychotherapeut*innen und Patient*innen zu limitieren. Sie werden auch weiterhin den politischen Entscheidungsträger*innen vor Augen führen, dass das BStabG die angespannte psychotherapeutische Versorgungslage gravierend verschärft und auf grundlegende Nachbearbeitung drängen.

Die Referent*innen zeigten Verständnis für die Wut, Frustration, Enttäuschung und großen Sorgen vieler Psychotherapeut*innen angesichts der beschlossenen Neuregelungen. Herr Staub dankte den Kolleg*innen für ihren vielfachen persönlichen Einsatz, in dem sie sich schriftlich oder mündlich an Ihre Abgeordneten gewandt oder in Protestaktionen ihrem Unwillen Ausdruck verliehen hatten. Frau Dr. Benecke betonte, wie wichtig es ist, in dieser schwierigen Situation zusammenzuhalten und geschlossen aufzutreten. Dass das Engagement des Berufsstandes sich auszahlt, zeigt der Entschließungsantrag, der voraussichtlich im September in Gesetzesform gegossen wird und einige Härten des GKV-BStabGG korrigieren soll. Die Referentin verwies zudem auf einen Artikel im nächsten Psychotherapeutenjournal, der die zahlreichen politischen Aktivitäten der BPtK rund um das GKV-BStabG darlegt.

Nach den Vorträgen bestand die Möglichkeit für Fragen und Diskussion. Es entwickelte sich ein konstruktiver Austausch. Die Teilnehmer*innen äußerten sich dankbar für die informative Veranstaltung. Da das Interesse so groß war, ist eine Folgeveranstaltung geplant, über die wir Sie rechtzeitig auf der Kammer-Homepage informieren werden.

  • Die Präsentation zum Vortrag von Frau Dr. Benecke finden Sie hier.
  • Die Präsentation zum Vortrag von Herrn Staub finden Sie hier.
  • Fragen und Antworten zu den Auswirkungen des GKV-BStabG finden Sie hier

[Ulrich Bestle, Peter Andreas Staub und Dr. Andrea Benecke bei der Veranstaltung am 12.08.2026]

13.08.2026
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