„Jeder vierte Termin könnte wegfallen“
Die Auswirkungen der aktuell diskutierten Honorarkürzungen für Psychotherapeut*innen auf die psychotherapeutische Versorgung der Region waren Thema eines Zeitungsinterviews der Rhein-Hunsrück-Zeitung mit Peter Andreas Staub, Vorstandsmitglied der Landespsychotherapeutenkammer RLP und der Kassenärztlichen Vereinigung RLP. Zunächst hatte der Erweiterten Bewertungsausschusses (EBA) beschlossen, die psychotherapeutischen Honorare ab 1. April 2026 um 4,5 % abzusenken, nun drohen weitere Einschnitte durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG).
Schon jetzt wird die Zahl der Kassensitze dem tatsächlichen Bedarf in der Region nicht gerecht, macht Herr Staub im Interview deutlich und erläutert, wie die Sparpläne der gesetzlichen Krankenkassen die Situation weiter verschärfen. Besonders werden die Einschnitte die vielen Psychotherapeut*innen treffen, die auf halbem Kassensitzen arbeiten. „Wenn das umgesetzt wird, dann bekommen Psychotherapeuten mit einem halben Sitz für 18 Stunden Therapie ihre Vergütung und darüber hinaus wird gekürzt. Das macht vielen Kollegen zurecht Sorgen, dass sie nicht mehr so viel arbeiten können“, so das Vorstandsmitglied. Herr Staub schätzt, dass insgesamt bis zu 25 Prozent der Termine für die Patienten wegfallen könnten. „Es droht ein massiver Versorgungsverlust“. Leidtragende werden vor allem die Patient*innen sein, macht er deutlich.
Das gesamte Interview von Philipp Lauer mit Peter Andreas Staub, das am 10. Juni 2026 online und am 13. Juni in der Print-Ausgabe der Rhein-Hunsrück-Zeitung veröffentlicht wurde, können zahlende Kund*innen der Zeitung hier lesen.







