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Kinder- und Jugendpsychiatrie unter wachsendem Versorgungsdruck

Das aktuelle Psychiatrie-Barometer 2025/2026 des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) lässt einen wachsenden Versorgungsdruck in der Kinder- und Jugendpsychiatrie erkennen. Die Ergebnisse unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf, die ambulante psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen auszubauen. 

Das Psychiatrie Barometer 2025/2026 basiert auf einer Befragung in den psychiatrischen und psychosomatischen Fachkrankenhäusern sowie den Allgemeinkranken
häusern mit psychiatrischen oder psychosomatischen Fachabteilungen. Beteiligt haben sich insgesamt 295 Einrichtungen. Die Befragung wurde von Anfang Oktober 2025 bis Ende Januar 2026 durchgeführt.

Insgesamt stimmten 86 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass die Wartezeiten auf eine (teil-)stationäre Behandlung in den vergangenen zwei Jahren deutlich gestiegen sind. Über die Hälfte der befragten Einrichtungen gab an, dass die Wartezeit für Kinder und Jugendliche auf einen teilstationären Behandlungsplatz bei mehr als zehn Wochen liegt. Und auch in der vollstationären Behandlung liegen die Wartezeiten bei 43 Prozent der Einrichtungen bei mehr als zehn Wochen. Deutlich zugenommen habe der Behandlungsbedarf bei Essstörungen, Internetabhängigkeit und suizidalen Krisen.

Ein immer größer werdendes Problem sei zudem die Versorgungslücke zwischen stationärer und ambulanter Behandlung. Als häufigstes Problem nannten 85 Prozent der Einrichtungen unzureichende Anschlussversorgungsmöglichkeiten im ambulanten Bereich. 

Um eine nahtlose Anschlussbehandlung nach einem stationären kinder- und jugendpsychiatrischen Aufenthalt sicherzustellen, fordert die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) weiterhin eine separate Bedarfsplanung für die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen.

Die gesamten Ergebnisse des Psychiatrie-Barometers finden Sie hier.

[Foto: iStock/ upixa]

02.09.2026
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