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Neue S3-Leitlinie zur Versorgung bei Psychosen und Sucht

Psychosen können im Rahmen einer Schizophrenie, einer schizoaffektiven Störung oder einer bipolaren Erkrankung auftreten oder durch Drogen ausgelöst werden. Bei Menschen mit psychotischen Störungen treten begleitende Suchterkrankungen deutlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung oder bei Menschen mit anderen psychischen Störungen. Eine neue S3-Leitlinie soll die Versorgung von Menschen mit Psychosen und einer zusätzlichen Suchterkrankung verbessern. Das Leitlinienteam empfiehlt eine eng verzahnte Behandlung durch ein multiprofessionelles Team.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hat die Leitlinie zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) herausgegeben. Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat die Arbeit unterstützt.

Die Leitliniengruppe weist darauf hin, dass eine leitliniengerechte Behandlung nicht nur das individuelle Leid der Betroffenen verringern könne, sondern auch das Risiko für fremdgefährdendes Verhalten bei dieser Patientengruppe vermindere. „Eine konsequente, fachgerechte Behandlung ist daher auch ein wichtiger Beitrag zur Gewaltprävention“, hieß es aus der DGPPN.

Zur neuen S3-Leitlinie Psychosen mit komorbider substanzbezogener Störung (LL-KoPsS) gelangen Sie hier.

 

[Quelle: Deutsches Ärzteblatt, "Neue S3-Leitlinie zur Versorgung bei Psychosen und Sucht erschienen", 23. Juni 2026]

[Foto: Shutterstock/monticello]

25.06.2026
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