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Zu wenig Weiterbildungsplätze: Finanzierungslücke verschärft Versorgungssituation

Die ungeklärte Finanzierung der Psychotherapie-Weiterbildung war erneut Thema medialer Berichtersattung: Der SWR hat über die fehlenden Weiterbildungsplätze einen Online-Artikel verfasst und in diesem Zusammenhang auch Dr. Andrea Benecke, Vizepräsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz und Präsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer, interviewt.

Seit der Reform der Psychotherapieausbildung haben die Weiterbildungskandidat*innen zwar ein Recht auf eine angemessene Bezahlung, unklar geblieben ist aber, wer für die Kosten für Theorievermittlung, Supervision und Selbsterfahrung aufkommen soll. Rund 30 Prozent pro Weiterbildungsstelle sind derzeit nicht finanziert, wie im SWR-Artikel erklärt wird. Die Folge: Es gibt zu wenige Institutionen, die die Weiterbildungsstellen anbieten. Insgesamt gibt es aktuell in Rheinland-Pfalz nur 26 Weiterbildungsstätten mit einem bis maximal drei freien Plätzen, so Frau Dr. Benecke im Interview. Das habe zur Folge, dass nur sehr wenige Personen überhaupt eine Chance hätten, ihre Ausbildung zeitnah abzuschließen. Die schon jetzt prekäre Versorgungssituation wird sich daher weiter verschärfen.

Die Psychotherapeutenkammern setzen sich dafür ein, die Lage zu verbessern und drängen die politischen Entscheidungsträger*innen, die Finanzierung der Weiterbildungsstellen zu sichern. "Die Weiterbildung muss gefördert werden, sonst wird die Psychotherapie ein noch knapperes Gut", erklärt Frau Dr. Benecke.

Deutschlandweit finden aktuell Demonstrationen von Studierenden statt, um auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Den gesamten SWR-Artikel von Verena Hafner, der am 20.05.2026 erschien, finden Sie hier.

21.05.2026
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