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Elektronischer Psychotherapeutenausweis (ePtA)

Fragen und Antworten zum ePtA – was kann er, was muss ich beachten?

Die Ausgabe des elektronischen Psychotherapeutenausweises (kurz ePtA oder ePsychotherapeutenausweis; auch Heilberufsausweis HBA) rückt näher. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den neuen Ausweis haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Durch Anklicken der Fragen gelangen Sie zur Antwort. Die Liste wird bei Bedarf ergänzt und aktualisiert.

Grundsätzliche Informationen zum ePtA

Was sind die gesetzlichen Grundlagen für den elektronischen Psychotherapeutenausweis (ePtA)?

Bereits im Jahr 2004 erfolgte mit dem GKV-Modernisierungsgesetz der Startschuss für die Digitalisierung des Gesundheitswesens und die Vernetzung über die Telematik Infrastruktur (TI). Die Telematik Infrastruktur soll vor allem der sicheren Kommunikation der Akteur*innen des Gesundheitswesens (z.B. Psychologische Psychotherapeut*innen, Ärzt*innen, Zahnärzt*innen, Apotheken und Krankenhäuser) dienen.

Die Modernisierung und Digitalisierung im Gesundheitswesen wurde durch das E-Health-Gesetz, das Ende 2015 in Kraft getreten ist, aktualisiert und für die Akteur*innen des Gesundheitswesen konkretisiert.

Die Partizipation von Psychologischen Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen an den medizinischen Anwendungen der Telematik Infrastruktur durch den ePtA wurde zuletzt durch die Regelungen im Rahmen des Digitalen-Versorgungs-Gesetzes (DVG), im Dezember 2019 in Kraft getreten, und letztlich im Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG), seit Oktober 2020 in Kraft, geregelt und durch Anpassung des Sozialgesetzbuch V umgesetzt.

Was ist der elektronische Psychotherapeutenausweis (ePtA)?

Der elektronische Psychotherapeutenausweis (ePtA) ist der elektronische Heilberufsausweis für Psychologische Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen und damit der Türöffner für das digital vernetzte Gesundheitswesen. Mit der Karte weisen diese gegenüber dem System nach, dass sie tatsächlich Psychologische Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen sind. Der ePtA stellt insofern das Pendant zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK) der Patient*innen dar und ermöglicht den Zugriff auf die von Patient*innen auf der eGK hinterlegten Daten.

Er hat die die Größe einer Kreditkarte und verfügt über ein Foto des/ der Karteninhaber*in (Sichtausweis). Er bescheinigt, dass der/ die Inhaber*in Psychologische Psychotherapeut*in und/ oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in ist. Der ePtA ist nicht übertragbar und kann nicht an andere weitergegeben werden.

Auf dem ePtA sind Daten des/ der Karteninhaber*in in einem Zertifikat gespeichert. Dieses Zertifikat ermöglicht es u.a. Daten zu verschlüsseln und rechtsverbindlich zu unterschreiben. Damit können die medizinischen Anwendungen der Telematikinfrastruktur, wie z.B. KIM-Dienst, ePA, genutzt werden.

Wer benötigt den elektronischen Psychotherapeutenausweis (ePtA)?

  • Für alle kassenärztlich zugelassenen Psychologische Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen ergibt sich aus den gesetzlichen Regelungen die Verpflichtung, einen ePtA zu beantragen.
  • Gleiches gilt auch für ermächtigte Psychologische Psychotherapeut*innen und Sicherstellungsassistent*innen.
  • Die Pflicht besteht unabhängig davon, ob die Tätigkeit in einer Praxisgemeinschaft oder Berufsausübungsgemeinschaft, als Angestellte in einer Praxis, in einer Jobsharing-Partnerschaft oder in einem Medizinischen Versorgungszentrum ausgeübt wird.
  • Für Psychologische Psychotherapeut*innen in einer Privatpraxis besteht bislang keine Ausweispflicht, da eine Anbindung an die TI nicht besteht. Offen ist, wie dies in der Zukunft gehandhabt wird.
  • Ob Angestellte in Krankenhäusern einen ePtA benötigen, hängt vom jeweiligen Krankenhaus ab und muss bei der Krankenhausleitung erfragt werden.
  • PiAs können keinen ePtA beantragen, da sie noch nicht approbiert sind.

Bitte beachten:
Der ePtA ist Voraussetzung für den Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA). Ab dem 01. Januar 2021 haben Patient*innen einen Anspruch darauf, dass ein Zugriff durch die behandelnden Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen auf die ePA möglich ist. Die Kassenärztliche Vereinigung wird basierend auf den Regelungen aus dem Patientendaten-Schutz-Gesetz ab dem 01. Juli 2021 Honorarkürzungen vornehmen, sollten sozialrechtlich zugelassene Psychotherapeut*innen zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Lage sein auf die elektronische Patientenakte zuzugreifen.

Welche Funktionen erfüllt der ePtA?

Der ePtA hat fünf Grundfunktionen:

  • Er dient als Sichtausweis.
  • Er ermöglicht, sich in der elektronischen Welt auszuweisen (beispielsweise bei Portalen von Kammern, Berufsverbänden, …).
  • Er ermöglicht die Erstellung einer elektronischen Unterschrift. Diese sogenannte qualifizierte elektronische Signatur ist der händischen Unterschrift in der Papierwelt gleichgestellt. Mit dieser können elektronische Berichte für Kolleg*innen oder auch elektronische Abrechnungsunterlagen für die Kassenärztliche Vereinigung rechtssicher elektronisch unterschrieben werden.
  • Der elektronische ePtA ist in der Lage, beispielsweise medizinische Daten sicher zu ver- und entschlüsseln. Damit steigt das Datenschutzniveau bei der Übertragung personenbezogener medizinischer Daten deutlich.
  • Mit dem ePtA kann auf die medizinischen Daten zugegriffen werden, die auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) abgespeichert sind. Dies bezieht sich absehbar auf die Anwendungen "Notfalldaten" und "Medikationsplan". Der ePtA ist auch für den Zugriff auf die spätere elektronische Patientenakte essentiell.

Darüber hinaus können die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) weitere Funktionen für den ePtA zur Erleichterung der Kommunikation mit der KV schaffen, beispielsweise können Antragsformulare, Sammelerklärungen und Honorarabrechnungen elektronisch übermittelt werden. 

Welchen Nutzen hat der ePtA?

  • Der Gesetzgeber hat mit dem E-Health-Gesetz die Grundlage dafür geschaffen, dass der Versand elektronischer Arztbriefe (eArztbriefe) in der vertragsärztlichen Versorgung gefördert wird, wenn die eArztbriefe mittels des ePtA qualifiziert elektronisch signiert werden.
  • Der ePtA vereinfacht Abläufe, da Anwendungen wie z.B. der eArztbrief mithilfe des ePtA möglich sind. Diese Anwendung optimiert die Verwaltungsprozesse für Psychologische Psychotherapeut*innen sowie deren Mitarbeiter*innen.
  • Mit nur einer PIN-Eingabe können mehrere eArztbriefe rechtsgültig signiert werden.


Weitere Infos finden Sie hier:
http://www.kbv.de/html/earztbrief.php

Informationen zu Antrag und Handhabung

Wie läuft die Beantragung des elektronischen Psychotherapeutenausweises ab?

Der Ausgabeprozess des elektronischen Psychotherapeutenausweises (ePtA) läuft wie folgt ab:

  1. Die/der Psychotherapeut*in wählt einen so genannten Vertrauensdiensteanbieter (VDA) aus, und schließt einen Vertrag mit ihm über den ePtA. Der VDA stellt das Zertifikat für die digitale Unterschrift (qualifiziertes Signaturzertifikat) für den ePtA zur Verfügung und hält die Zertifikate auch auf Servern jederzeit abrufbar bereit. Es wird voraussichtlich mehrere VDA geben; da die Vertragsverhandlungen zwischen der Bundespsychotherapeutenkammer und den VDAs noch nicht abgeschlossen sind, können die Anbieter momentan noch nicht namentlich genannt werden.
  2. Die/der Psychotherapeut*in gibt gegenüber dem gewählten VDA die für die Beantragung des ePtA nötigen Daten an.
  3. Die Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz gleicht die hinterlegten Daten des Kammermitgliedes ab und bestätigt, dass es sich bei der/dem Antragsteller*in um eine/n Psychologische/n Psychotherapeut*in oder eine/n Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in handelt (= Attributsbestätigung). Diese Attributsbestätigung kann nur erfolgen, wenn die von den Psychotherapeut*innen selbst eingetragenen Daten im Rahmen der Beantragung des ePtA zu 100% mit den an die Kammer gemeldeten Daten der Mitgliederverwaltung übereinstimmen. Der Datenabgleich und die Verifizierung durch die Kammer sind gebührenfrei.
  4. Der gewählte VDA produziert nach Freigabe und Bestätigung durch die Landespsychotherapeutenkammer den ePtA und gibt ihn aus.

Bitte beachten Sie: Da die Landespsychotherapeutenkammer den Ausgabeprozess an die VDAs übertragen hat, sind Fragen zum Ausgabeprozess an die VDAs direkt zu richten. 

Welche Aufgaben hat die LPK RLP bei der Herausgabe des ePtA?

Kernaufgabe der Psychotherapeutenkammern bei der Herausgabe der elektronischen Arztausweise ist die Bestätigung der Approbation des/ der antragstellenden Psychologischen Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen. (Der Datenabgleich und die Verifizierung durch die Kammer sind gebührenfrei.)

Die LPK RLP ist auf Grund des Heilberufsgesetzes RLP für die Herausgabe des ePtA zuständig. Die notwendige technische Infrastruktur, die als Grundlage für die elektronischen Psychotherapeutenausweise dient, wird von Dienstleistern betrieben. Diese sogenannten Vertrauensdiensteanbieter, die gemeinschaftlich von allen deutschen Psychotherapeutenkammern zugelassen werden müssen, produzieren die Ausweise und betreiben die technische Infrastruktur für die Möglichkeit der Onlineprüfung der elektronischen Signaturen sowie die notwendigen Sperrdienste, die relevant sind, sobald eine Karte verloren geht oder die Approbation entzogen wird.

Welche Informationen braucht die LPK RLP von ihren Mitgliedern für den Datenabgleich?

Die/der Psychotherapeut*in gibt gegenüber dem gewählten Vertrauensdiensteanbieter (VDA) die für die Beantragung des ePtA nötigen Daten an (z.B. Adressdaten, Geburtsdatum, Angabe der Berufsgruppe). Die Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz gleicht die hinterlegten Daten des Kammermitgliedes ab und bestätigt, dass es sich bei der/dem Antragsteller*in um eine/n Psychologische/n Psychotherapeut*in oder eine/n Kinder- oder Jugendlichenspychotherapeut*in handelt (= Attributsbestätigung).

Diese Attributsbestätigung kann nur erfolgen, wenn die von den Psychotherapeut*innen selbst eingetragenen Daten im Rahmen der Beantragung des ePtA zu 100% mit den an die Kammer gemeldeten Daten der Mitgliederverwaltung übereinstimmen.

Die Landespsychotherapeutenkammer bietet aktuell einen Datenabgleich an. Hierzu können sich die Mitglieder an die Kammer wenden, um abzuklären, ob die bei der Kammer hinterlegten Daten aktuell sind. Für die Attributsbestätigung durch die Kammer müssen Ihre Angaben durch amtlich beglaubigte Kopie der Approbationsurkunde und ggf. der Promotionsurkunde belegt sein. Sollten diese Unterlagen der Kammer noch nicht vorliegen, müssen diese nachgereicht werden. Gerne können Sie sich mit der Kammer in Verbindung setzen, um abzuklären, welche Unterlagen bereits vorliegen bzw. noch benötigt werden.

Warum muss ich selbst den Vertrauensdiensteanbieter auswählen?

Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen muss die/der Psychotherapeut*in grundsätzlich selbst den Vertrauensdiensteanbieter (VDA) auswählen, der das Zertifikat für die digitale Unterschrift (qualifiziertes Signaturzertifikat) für den ePtA zur Verfügung stellt und die Zertifikate auch auf Servern jederzeit abrufbar bereithält. Der gewählte VDA produziert nach Freigabe und Bestätigung durch die Landespsychotherapeutenkammer den ePtA.
Bitte beachten Sie, dass durch den VDA monatliche Kosten in Rechnung gestellt werden und eventuelle Auseinandersetzungen im Rahmen der vertraglichen Beziehung zum VDA zu klären sind.

Es wird voraussichtlich mehrere VDA geben; da die Vertragsverhandlungen zwischen der Bundespsychotherapeutenkammer und den VDAs noch nicht abgeschlossen sind, können die Anbieter momentan noch nicht namentlich genannt werden.

Wie lange ist der elektronische Psychotherapeutenausweis gültig?

Der ePtA ist höchstens 5 Jahre gültig. Die genaue Gültigkeitsdauer ist je nach Kartenhersteller*in (Vertrauensdiensteanbieter) unterschiedlich. Ein neuer Ausweis muss rechtzeitig bestellt werden. Bei einer Neubestellung ist der/ die Antragsteller*in nicht an die vorige/n Kartenhersteller*in gebunden.

Wird ein neuer Ausweis bestellt, hat die/ der Psychologische Psychotherapeut*in die gleichen Zugriffsrechte wie mit dem bisherigen ePtA. Dies wird über die „Telematik-ID" sichergestellt.

Was passiert bei Diebstahl oder Verlust des ePtA?

Bei Diebstahl oder Verlust des Ausweises, muss dieser gesperrt und ein neuer ePtA beantragt werden. Hierfür gibt es bei der/den jeweiligen Kartenhersteller*innen spezielle Sperr-Hotlines. Eine Sperrung ist nicht mehr rückgängig zu machen.

Was passiert bei Umzug mit dem ePtA?

Der ePtA gilt bundesweit und bleibt damit auch bei Umzug weiterhin gültig. Erforderlich ist, dass die/ der Karteninhaber*in die neue Adresse der Landespsychotherapeutenkammer mitteilt.

Was passiert bei Kammerwechsel mit dem ePtA?

Der ePtA gilt bundesweit und bleibt damit auch beim Kammerwechsel gültig. Erforderlich ist, dass die/ der Karteninhaber*in sich mit der am neuen Wohnort zuständigen Landespsychotherapeutenkammer in Verbindung setzt.

Wichtige Begriffe rund um den ePtA

Was ist die elektronische Gesundheitskarte (eGK)?

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist eine erweiterbare Versichertenkarte für gesetzlich Krankenversicherte. Die Gesundheitskarte enthält in jedem Fall die Versichertenstammdaten und kann optional enthalten: medizinischen Daten, soweit sie für die Notfallversorgung erforderlich sind (Notfallversorgungsdaten), elektronische Berichte/Arztbriefe, Daten zur Prüfung der Arzneimitteltherapiesicherheit (persönliche Arzneimittelrisiken und -unverträglichkeiten), die elektronische Patientenakte, weitere von Versicherten selbst oder für sie zur Verfügung gestellte Daten, sowie Daten über in Anspruch genommene Leistungen und deren vorläufige Kosten für die Versicherten.

Was ist die elektronische Patientenakte (ePA)?

Die elektronische Patientenakte (ePA) ist ein Bestandteil der elektronischen Gesundheitskarte. Mit der ePA können Patient*innen einen transparenten Überblick über ihre Gesundheitsdaten erhalten. Die ePA ist freiwillig und kostenfrei. Soweit gesetzlich Versicherte den Service nutzen wollen, können sie sich ab 1. Januar 2021 an ihre Krankenkasse wenden.

Medizinische Daten können auf verschiedene Weise in die Akte eingestellt werden, z.B. durch die Patient*innen oder auch durch Psychotherapeut*innen gemeinsam mit Patient*innen. Drüber hinaus können Patient*innen vermutlich ab 2022 mit ihrem Smartphone oder einem Tablet per App selbst Dokumente hochladen, lokal speichern oder auch aus der Akte entfernen. 

Weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.gematik.de/anwendungen/e-patientenakte/
https://www.kbv.de/html/epa.php

Was bedeutet Kommunikation im Medizinwesen (KIM)?

Durch den Fachdienst Kommunikation im Medizinwesen (KIM-Dienst) wird eine sichere digitale Kommunikation der Leistungserbringer untereinander und mit anderen Institutionen des Gesundheitswesens ermöglicht.

Der KIM-Dienst sorgt für den sicheren Austausch von sensiblen Informationen wie Befunden, Bescheiden, Abrechnungen oder Röntgenbildern über die Telematikinfrastruktur und ist im Praxisverwaltungssystem zu verankern. Nachrichten und Dokumente können damit schnell, zuverlässig und vor allem sicher per E-Mail – mit oder ohne Anhang – ausgetauscht werden. 

Mit dem KIM-Dienst können alle Teilnehmenden an der Telematikinfrastruktur miteinander kommunizieren. Hierzu zählen beispielsweise Ärzt*innen, Zahnärzt*innen, Psychotherapeut*innen und Apotheker*innen in medizinischen Einrichtungen wie Praxen, Versorgungszentren, Apotheken und Krankenhäuser. Aber auch die offiziellen Interessensvertretungen der benannten Berufsgruppen, wie beispielweise die Kassenärztliche Bundesvereinigung/ Kassenärztliche Vereinigungen der Bundesländer und die Deutsche Krankenhausgesellschaft.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Was ist der Notfalldatensatz?

An der Patientenbehandlung beteiligte Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen können wichtige medizinische Notfalldaten mit Einwilligung der Patient*innen direkt auf der Gesundheitskarte speichern. Im Notfalldatensatz können folgende Informationen gespeichert werden: chronische Erkrankungen (z.B. Diabetes, koronare Herzkrankheit) und wichtige frühere Operationen (z.B. Organtransplantation), regelmäßig eingenommene Medikamente (besonders, wenn sie vom Arzt verordnet werden), Allergien und Unverträglichkeiten (besonders Arzneimittelallergien mit bekannter schwerer allergischer Reaktion), weitere wichtige medizinische Hinweise (z. B. Schwangerschaft oder Implantate) und ergänzend Kontaktdaten von Angehörigen, die im Notfall benachrichtigt werden sollen, und von behandelnden Ärzt*innen und Zahnärzt*innen.

Siehe auch: https://www.gematik.de/anwendungen/notfalldaten

Was ist der E-Medikationsplan?

Informationen zur medikamentösen Behandlung können künftig freiwillig als Elektronischer Medikationsplan  – kurz: E-Medikationsplan – auf der Gesundheitskarte gespeichert werden. Bei der Verordnung und Abgabe von Arzneimitteln finden Ärzt*innen, Zahnärzt*innen, Psychotherapeut*innen und Apotheker*innen über den E-Medikationsplan alle notwendigen Angaben zu den Medikamenten, die ein(e) Patient*in einnimmt. Darüber hinaus enthält der E-Medikationsplan medikationsrelevante Informationen, die wichtig sind, um unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden, z.B. über Allergien. Nur Ärzt*innen, Zahnärzt*innen, Psychotherapeut*innen, Apotheker*innen und deren Mitarbeiter*innen dürfen den E-Medikationsplan lesen. Sie benötigen hierfür das Einverständnis des Patient*innen.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.gematik.de/fileadmin/user_upload/gematik/files/Anwendungen/eMP/gemLF_eMP-AMTS_Psychotherapeuten__V1.0.0_ANSICHT-EINZEL.pdf